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Grundsteinlegung und Deckenfest

Der nächste Meilenstein

Im März 2016 wurde unter dem Vorsitz von Frau Dr. Ulrike Bertlich und Herrn Pfarrer Müller der Förderverein Klara Hospiz e.V. Marl gegründet. Ziel war und ist es, unheilbar Erkrankten in der letzten Lebensphase die bestmögliche Lebensqualität zuteilwerden lassen.

Hospizarbeit ist Teamarbeit. Deshalb werden in dieser Lebensphase durch eine Zusammenarbeit eines multiprofessionellen Teams die physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse der Hospizgäste berücksichtig. Unabhängig davon ist das Klara Hospiz für jeden Menschen offen, unabhängig von seiner Einstellung zum Leben und Tod, unabhängig von Glauben, Konfession und gesellschaftlicher und sozialer Stellung.

Das Klara Hospiz ist eingebettet in die bestehende Hospiz- und Palliativarbeit im Kreis Recklinghausen. Während die Palliativstationen als Ziel eine Rückkehr in das gewohnte Wohnumfeld haben, verbringen die Gäste im Hospiz in der Regel ihre letzten Lebenswochen.

Hospizarbeit ist aber auch Netzwerkarbeit über das eigene Haus hinaus. Auch hier gibt es enge Verbindungen untereinander. Deshalb hat die im Herbst 2017 gegründete gemeinnützige Klara Hospiz Marl gGmbH auch 9 Gesellschafter, die sich alle um den Bereich Palliativ- und Hospizarbeit bemühen. Hauptgesellschafter mit 60 % ist der Förderverein. Marl soll für das nördliche Kreisgebiet Mittelpunkt der stationären Hospizarbeit werden. Daher ist es sehr begrüßenswert, dass seit August letzten Jahres mit dem Hospiz-Freundeskreis Dorsten e.V., der Kath. Kirchengemeinde St. Sixtus Haltern am See und dem ENDLich e.V. Verein zur Förderung der ambulanten Palliativversorgung aus Herten drei neue Gesellschafter aus den umliegenden Städten zum Kreis der Gesellschafter zählen.

Im Gegensatz zu den Palliativabteilungen der Krankenhäuser ist ein Hospiz nicht mit Krankenhäusern verbunden. Die Hausärzte und speziell ausgebildete Palliativärzte versorgen die Gäste. Künstlich lebenserhaltende Medizin wird nicht angewandt, ebenso keine aktive Sterbehilfe.

 

Errichtet und betrieben wird das für 10 Erwachsene gebaute Hospiz durch die Klara Hospiz Marl gGmbH. Deren Geschäftsführer Dr. Andres Schützendübel und Manfred Rosenberg freuen sich nunmehr mit allen Beteiligten, dass mit der Grundsteinlegung und Deckenfestfeier am 11.08. ein wichtiger Meilenstein erreicht wird. Nach Übergabe des Grundstücks “Alte Schmiede“ am Lipper Weg/Ecke Bergstr. zum 01.11.2020 durch Herrn Bürgermeister Arndt konnte bereits am 23.11. mit der Bebauung begonnen werden. Auf dem knapp 5.000 qm umfassenden Erbbaugrundstück wird ein 1.149 qm großes einstöckiges Gebäude gebaut. Hospiz bedeutet auf lateinisch Herberge und Gastfreundschaft. Deshalb soll hier ein Ort des Wohnens, ein letztes zu Hause geschaffen werden. Wünsche der Gäste sollen erfüllt, die sozialen Kontakte zu Verwandten und Freunden bis zum Lebensende gepflegt werden. Zudem soll niemand allein sterben müssen. Dafür stehen neben den insgesamt 20 Mitarbeitern (davon 15 Pflegekräfte) zahlreiche, extra ausgebildete Ehrenamtler zur Verfügung. Ein neuer Kurs für weitere Interessierte beginnt im Oktober beim Mitgesellschafter Hospizverein Marl e.V., ein Unterstützer des Vorhabens von Beginn an. Interessierte können gerne Kontakt aufnehmen: www.klara-hospiz.de

 

Bauvorhaben

Die Rohbauarbeiten am Gebäude sind nahe abgeschlossen. Der Kran wird bald verschwunden sein. Die Innenausbauarbeiten haben vor 14 Tagen begonnen und nehmen jetzt Fahrt auf, betonte der Geschäftsführer Manfred Rosenberg. Zielsetzung ist die Aufnahme der ersten Gäste gegen Ende des 1. Quartals 2022. Sorgen bereiten derzeit die ungeahnten und unplanmäßigen Turbulenzen im Baubereich. Sowohl die teils unterbrochenen Lieferketten von Material als auch die damit verbundenen erheblichen Preissteigerungen bereiten den Handwerkern und der Geschäftsführung erhebliche Sorgen. Vor diesem Hintergrund sind aus Sicht der Geschäftsführung Verzögerungen und eine Überschreitung des Investitionsvolumens von geplanten € 3,3 Mio. nicht ganz auszuschließen. Das ist eine Herkulesaufgabe, wenn man gleichzeitig berücksichtigt, dass das Spendenaufkommen in den letzten Monaten durch coronabedingt ausgefallene Präsenzveranstaltungen des Fördervereins hinter der Planung liegt. Hinzu kommt eine völlig veränderte Trauerkultur, die bisher eine Haupteinnahmequelle des Fördervereins war. Erschwerend bitten andere wichtige Hilfsprojekte (s. aktuell Hochwasser) mit großer medialer Aufmerksamkeit um Unterstützung.

Manfred Rosenberg: Für uns bleibt nur die Hoffnung, dass noch mehr Bürger unserer Region das ausschließlich über Spenden finanzierte Projekt unterstützen. Mit dem jetzt erreichten Zwischenziel ist hierfür eine gute Gelegenheit. Die Organisation bietet sich als verlängerter Arm und Unterstützer vor Ort an. Neben Einmalspenden wären weitere Mitglieder im Förderverein der größte Wunsch, um bald die 1.500 er Marke zu erreichen. Jeder gespendete Euro kommt 1:1 an. Der gesamte Vorstand des Fördervereins und die Geschäftsführung der gGmbH arbeiten von Beginn an ehrenamtlich und unentgeltlich.

In dem Hospiz werden neben 10 Einzelzimmer auch 2 Zimmer für Besucher geschaffen. Alle sind mit eigenen Bädern ausgestattet. Zudem gibt es ein Pflegebad für alle Gäste, in dem in einer Hub-Pflegewanne verschiedene Entspannungs-Therapien angeboten werden. Die Gästezimmer erhalten alle eine Terrasse zum abgeschirmten Garten. Zudem gibt es zahlreiche allgemein zugängliche Gemeinschaftsräume, über ein kleines Café bis zum Raum der Stille und einem Foyer. Hier sollen auch kleinere ruhige Kultur- und Weiterbildungsmaßnahmen erfolgen. Das Thema Tod und Trauer soll bewusst in den Mittelpunkt unserer Aktivitäten treffen. Das wird möglich, obwohl wir ein helles und offenes Haus schaffen, ohne das Ruhebedürfnis der Gäste zu stören.

Für den gästeabgewandten Teil des Gartens ist auch eine ruhige, für jedermann nach Anmeldung mögliche Freizeitgestaltung in Planung: eine Boule-Bahn. Auch dadurch soll die Einbindung der Bürger unterstrichen werden.

 

Spendenkonten

Klara Hospiz Marl gGmbH

Sparkasse Vest Recklinghausen
IBAN: DE03 4265 0150 0090 2523 88

Volksbank Marl Recklinghausen
IBAN: DE69 4266 1008 0111 3488 00

 

Förderverein Klara Hospiz e.V.

Sparkasse Vest Recklinghausen
IBAN: DE23 4265 0150 0060 1707 76

Volksbank Marl Recklinghausen
IBAN: DE80 4266 1008 0109 2372 00

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