Restcent-Aktion von Westnetz

Heute überreichte Dirk Witte, Betriebsratsvorsitzender der Westnetz am Standort Recklinghausen, stellvertretend für die Mitarbeiter des Unternehmens eine Spende in Höhe von 750 Euro an Dr. Ulrike Bertlich, 1. Vorsitzende des FördervereinsKlara Hospiz e.V. in Marl.

Das Geld stammt aus der innerbetrieblichen Restcentkasse. „Jeden Monat verzichtet ein Teil der Westnetz-Mitarbeiter bei ihren Gehaltsabrechnungen auf die Cents hinter dem Komma. Diese Cents fallen für den Einzelnen nicht ins Gewicht, aber gesammelt ergeben sie jährlich einen mehrstelligen Eurobetrag, mit dem wir schnell und unbürokratisch soziale Einrichtungen oder Projekte fördern. Die Kollegen entscheiden, welcheInstitutionen von dem Erlös profitieren sollen. Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr das Klara-Hospiz in Marl und dasFrauenhaus in Castrop-Rauxel und mit jeweils 750 Euro unterstützen können“, so Witte.

Ulrike Bertlich freut sich über die Spende und sagt: „Wir sind sehr froh über die Westnetz-Spende. Diese Unterstützung bringt uns unserem Ziel nach einem eigenen Hospiz in Marl wieder einen Schritt näher.“ Der Förderverein Klara Hospiz e. V. möchte für Marl und Umgebung ein stationäres Hospizerrichten. Es soll schwerstkranken Patienten im Angesicht einer unheilbaren Krankheit die bestmögliche Lebensqualität erhalten, Schmerzen und Angst nehmen, und dabei gleichzeitig ermöglichen, dass die bestehenden sozialen Kontakte weiterhin gepflegt werden können.

„Letzte Lieder“ – Vorlesung über Hospizarbeit

Gestern Abend im neuen Gemeindezentrum Sankt Josef: Der bekannte Buchautor Stefan Weiller gab den Besuchern seiner Veranstaltungsreihe „Letzte Lieder“ eine gekonnte Vorlesung über Hospizarbeit. Mit anrührenden Beispielen verdeutlichte er sehr anschaulich, was am Ende des Lebens wirklich wichtig ist. Sehr humorvoll, aber immer mit dem gebotenen Respekt vor den Hospizgästen, erzählte er von seinen vielen Gesprächen mit Sterbenden.
Die circa 150 Besucher gingen emotional berührt aber bereichert nach Hause. Wir hoffen auf eine Wiederholung dieser beeindruckenden Abendveranstaltung im nächsten Jahr!

Lieblingslieder für „Klara“

Am Samstag wurde der Welthospiztag begannen, ein internationaler Gedenk- und Aktionstag. Er dient dazu, auf oft tabuisierte Themen wie Tod, Sterben und Trauer aufmerksam zu machen und diese gesellschaftlich zu verankern. Außerdem soll an die professionelle sowie ehrenamtliche Hospizarbeit erinnert werden, um die Unterstützung für diese Arbeit in der Gesellschaft zu erhöhen.

In Marl hat sich der Förderverein Klara Hospiz e. V. (Gründung 2.3.16) dieses Themas angenommen. Er möchte für Marl und die Umgebung ein stationäres Hospiz errichten. Ein ehrenamtlicher Vorstand um Dr. Ulrike Bertlich, Pfarrer Ulrich Müller und anderen wurde gewählt, eine Geschäftsführung bestellt. Seitdem sammelt der Verein fleißig Spenden, um dem gemeinsamen Ziel näher zu kommen. Die Unterstützung der Stadtgesellschaft ist enorm, ob Sportvereine, Schulen, Firmen oder Privatpersonen, viele helfen mit.

Gestern veranstaltete man ein Benefizkonzert für den Förderverein. Im vollen TM hieß es „Lieblingslieder für Klara“. Dr. Ulrike Bertlich begrüße die Gäste und bedankte sich bei allen Unterstützern, Spendern und Sponsoren von Klara. Bürgermeister Werner Arndt, selbst Fördermitglied bei Klara, sprach ein Grußwort. Symbolisch mit Eimer, Kelle und Hammer ausgerüstet, machte er darauf aufmerksam, das der Verein seinem Ziel inzwischen einen großen Schritt nähergekommen sei. Die Stadt habe Klara das städtische Gelände neben der Paracelsus-Klinik für das geplantes Hospiz zur Verfügung gestellt. Die bislang ansässige „Schmiede“ ziehe in größere Räume in Brassert um. Gerne unterstütze die Stadt und er persönlich den Bau eines Hospizes in Marl.

Dann hatten die Sänger*innen das Wort. 5 Chöre aus Marl und den Nachbarstädten („Werkschor Hüls/Eintracht Gutenberg“, „Chorus female“, „Haardchor im Vest“, „MGV Liederkranz“, „Melody-Chor Marl“) traten auf und sorgten für viel Frohsinn. Als Solistin war Annika Firley dabei, studierte Musical-Sängerin und Musiktherapeutin. Sie wurde am Piano von René Lankeit begleitet. Gekonnt und einfühlsam moderiert wurde die Gala von Schauspieler Helge Salnikau, wie Firley und Lankeit ein Kind dieser Stadt und ehemaliger GiL-Schüler. Lang anhaltende Beifallstürme waren der Lohn für die Künstler*innen des Abends, sie hatten sich unentgeltlich in den Dienst der guten Sache gestellt.

Ein herzliches Dankeschön des Bürgermeisters geht an das Organisationsteam um Silvia Kruse und alle Mitwirkenden vor, auf und hinter der Bühne. Die Theatergäste haben einen wundervollen Musikabend erleben dürfen und gleichzeitig mit ihrem Eintrittsgeld der guten Sache gedient. Wieder einmal ist der Förderverein Klara seinem großen Ziel einen Schritt näher gekommen. „Weiter so!“ sagt der Bürgermeister.

Quelle: Facebook Werner Arndt